Die WAZ schreibt am 31. März 2001:

Schüler bauen eine Mauer gegen Gewalt

Die Aktionstage gegen Gewalt und Rassismus gehen weiter. Seit gestern steht in einem Flur der Freiligrathschule eine Mauer aus Schuhkartons - beschrieben mit Aufrufen gegen Gewalt und Aufforderungen wie "Freundschaft statt Feindschaft."

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"Wir wollen die Gewalt nicht in die Schule lassen", sagt Schulleiter Edmund Reimertz. Jeder der 300 Schüler hatte deswegen am Freitag einen Schuhkarton für die Mauer gegen Gewalt gestaltet und beim Bau des symbolischen Bollwerks mitgeholfen. Bis Ostern könne die Mauer auf dem Flur stehen bleiben, sagte Reimertz. Kurz vor Unterrichtsschluss sahen sich die Hauptschüler einen selbst gedrehten Film an, in dem richtiges oder falsches Verhalten bei Gewalt auf dem Schulhof vorgeführt wurden. Die Klasse 7a sammelte am Vormittag Unterschriften gegen Gewalt auf dem Annener Markt und stellte ihre Meinung mit Transparenten zur Schau. "Die Schüler mit solchen Aktionen auf das Thema Gewalt und Rassismus aufmerksam zu machen, wirkt", meint Jürgen Koch, Klassenlehrer der 9a. "Presse und Rundfunk gehen ja doch eher an den Jugendlichen vorbei. Dabei ist das Thema Gewalt hier nicht so akut. Das Fernsehen übertreibt manchmal und zeigt, dass es auf Schulhöfen blutig zugeht oder dass die Polizei kommen muss. So etwas kennen wir gar nicht."